Über den Künstler
Ich bin Markus Willems und lebe und arbeite in Köln.
Meine Arbeiten entstehen nicht aus festen Motiven oder vorgegebenen Bildideen, sondern aus Prozessen. Mich interessiert, was passiert, wenn Material aufeinandertrifft – wenn Farbe, Struktur, Zeit und Reaktion beginnen, miteinander zu arbeiten.
Oberflächen entstehen dabei nicht nur durch Gestaltung, sondern durch Entwicklung. Schichten lagern sich ab, verdichten sich, brechen auf, verbinden sich neu. Aus diesen Prozessen heraus entsteht eine eigene Bildsprache – nicht geplant im klassischen Sinne, sondern gewachsen.
Was mich dabei besonders interessiert, ist der Moment, in dem ein Werk beginnt, eine eigene Präsenz zu entwickeln. Wenn es nicht mehr nur Fläche ist, sondern Raum einnimmt – visuell, atmosphärisch und körperlich.
Künstlerische Haltung
Kunst ist für mich kein Abbild und keine Illustration. Sie ist ein offener Zustand zwischen Material, Zeit und Entscheidung.
Ein Werk muss nichts erklären. Es darf ruhig sein oder spannungsvoll, klar oder vielschichtig, direkt oder zurückhaltend. Es darf sich zeigen – oder sich erst nach und nach erschließen.
Wichtig ist nicht, ob etwas geplant wirkt. Entscheidend ist, ob es als Arbeit in sich stimmig ist – ob Oberfläche, Energie, Tiefe und Gefühl zusammenfinden und ein Werk wirklich trägt.
Ausrichtung
Meine Arbeiten bewegen sich zwischen abstrakter Malerei, Mixed Media und materialbasierter Strukturkunst.
Wiederkehrende Elemente sind Schichtung, Verdichtung, Erosion, Sediment, innere Bewegung und geologische Tiefe. Diese Begriffe sind für mich keine Motive im klassischen Sinne, sondern Zustände.
Einige Arbeiten erweitern sich bewusst über die Fläche hinaus. Durch Relief, organische Materialien und natürliche Bestandteile entsteht eine Verbindung zwischen Bild, Objekt und Raum.
Arbeitsweise & Material
Im Zentrum meiner Arbeit steht das Entwickelnlassen.
Ich arbeite mit Acrylfarben, Pigmenten, Lasuren, Alkohollösungen, Strukturmedien, Blattgold sowie mit weiteren Materialien und Reaktionen, die Oberfläche, Bewegung und Tiefe beeinflussen.
Material ist für mich nicht nur Werkzeug, sondern ein aktiver Bestandteil des Prozesses. Es darf verlaufen, sich verdichten, brechen, sich absetzen, kristallisieren und eigene Spuren hinterlassen.
Ich arbeite nicht gegen diese Prozesse, sondern mit ihnen. Ich greife ein, wenn es notwendig ist, und lasse offen, wenn es sinnvoll ist. So entsteht eine Balance zwischen Entscheidung, Reaktion und Entwicklung.
Werke wachsen in Phasen
Viele meiner Arbeiten entstehen über längere Zeiträume hinweg. Schichten werden aufgebaut, verändert, wieder geöffnet oder bewusst stehen gelassen.
Zwischen diesen Phasen liegen Trocknungszeiten und Entwicklungsräume, in denen das Material weiterarbeitet. Manche Strukturen werden sofort sichtbar, andere entstehen erst später durch Reaktion, Spannung oder Veränderung.
Ein Werk ist für mich nicht dann abgeschlossen, wenn es technisch fertig wirkt, sondern wenn Ruhe, Bewegung, Spannung und Präsenz eine innere Balance gefunden haben.
Themenwelten
Wiederkehrende Themen in meinen Arbeiten sind Sediment, Erosion, Kosmos und Energie.
Sediment steht für Schichtung und Zeit. Erosion für Bewegung, Veränderung und Aufbruch. Kosmos für Weite, Tiefe und innere Ordnung. Energie für Spannung, Kontrast und Präsenz.
Diese Themen erscheinen nicht als konkrete Motive, sondern als Zustände innerhalb der Oberfläche, der Linienführung, der Verdichtung und der Gesamtwirkung eines Werkes.
Lebende Werke & Naturmaterialien
Ein Teil meiner Arbeit verbindet Kunst und Natur noch direkter.
Hier arbeite ich mit organischen Materialien, natürlichen Strukturen und in ausgewählten Fällen auch mit lebenden Elementen.
Natur wird dabei nicht dekorativ ergänzt, sondern Teil des Werkes selbst. So entsteht eine eigenständige Werkgruppe zwischen abstrakter Kunst, Objektcharakter und lebendiger Präsenz.
Bildwirkung & Raum
Meine Werke entstehen immer auch im Hinblick auf ihre spätere Wirkung im Raum.
Licht, Distanz, Perspektive, Oberfläche und Umgebung verändern die Wahrnehmung wesentlich. Strukturen treten hervor oder zurück, Flächen werden ruhiger oder spannungsvoller.
Mich interessiert, wie ein Werk Atmosphäre erzeugt – ob durch Ruhe, Tiefe, materielle Dichte oder energetische Präsenz. Ein Werk bleibt nicht nur Bild, sondern wird Teil des Raumes.
Unikate
Jedes Werk ist ein Original.
Durch Schichtung, Materialreaktionen und individuelle Prozessverläufe entsteht jede Oberfläche nur einmal. Sie ist nicht reproduzierbar und nicht vollständig planbar.
Genau darin liegt für mich die Stärke dieser Arbeiten: Sie existieren nicht als bloße Idee, sondern als physische Realität – als eigene, materielle Präsenz.
Instagram & Einblicke
Einblicke in aktuelle Arbeiten, Materialprozesse und neue Entwicklungen aus dem Atelier findest du hier:
Arbeiten mit Atmosphäre, Oberfläche und Präsenz
Materielle Unikate zwischen Schichtung, Struktur und Raumwirkung
Die Arbeiten von Markus Willems stehen für materielle Unikate, die nicht nur betrachtet werden, sondern als Oberfläche, Atmosphäre und Präsenz erfahrbar sind.
Für Werkanfragen, Verfügbarkeit, Reservierungen oder Interesse an aktuellen Arbeiten freue ich mich über eine direkte Nachricht.

