Markus Willems · Sediment und Strukturatelier Köln
Unter der Haut des Sediments
Beneath the Skin of Sediment
Eine Oberfläche wie eine fremde Haut: mineralisch, porös, schuppenartig und von Spuren durchzogen, unter denen weitere Farbschichten, Reaktionen und Lichtzonen verborgen bleiben.
Das Werk entstand aus kontrollierten Entscheidungen und einer bewusst zugelassenen Eigenbewegung des Materials. Pigmente, Binder, Flüssigkeiten, Struktur, Natursteinfragmente, Hitze und Zeit formten einen Bildkörper, der sich im Verlauf mehrfach veränderte.
- schwarz-silberner Schattenfugenrahmen
- starke Relief- und Materialoberfläche
- Naturstein- und Mineralfragmente
- Neon- und Leuchtpigmente
- dokumentierter Entstehungsprozess
Künstlerische Einordnung · Werkgedanke
Oberfläche nicht als Grenze, sondern als Haut
Künstlerische Einordnung
Ein sedimentärer Bildkörper mit organischer Anmutung
Das Werk zeigt keine konkrete Landschaft. Aus der Distanz entsteht eine ruhige, erdige Gesamtfläche. Aus der Nähe zerfällt sie in Poren, Vertiefungen, Krater, mineralische Einschlüsse, metallische Reflexe und farbige Zonen. Die Oberfläche kann an Gestein, Echsenhaut, Schuppen oder einen verwitterten Panzer erinnern.
Genau diese Mehrdeutigkeit ist Teil des Werkes: geologisch und organisch liegen nicht getrennt nebeneinander, sondern gehen ineinander über.
Künstlerischer Aspekt
Was sichtbar bleibt, wenn Material mitentscheidet
Im Zentrum steht die Frage, was geschieht, wenn Material nicht ausschließlich kontrolliert, sondern als aktiver Bestandteil des künstlerischen Prozesses verstanden wird. Ablagerung, Verdichtung, Aufbruch, Reparatur, erneute Schichtung und Zeit wurden nicht nur technische Vorgänge, sondern Teil der Bildsprache.
Frühere Zustände verschwinden dabei nie vollständig. Sie bleiben unter neuen Schichten als Spuren erhalten und treten je nach Licht, Blickwinkel und Oberflächenreflex erneut hervor.
Titelgedanke
Unter der Haut des Sediments
Der Titel beschreibt die sichtbare, mineralisch-organische Oberfläche und zugleich das, was darunter weiterbesteht: ältere Farbschichten, Materialreaktionen, eingeschlossene Pigmente, Brüche und Spuren des gesamten Entstehungsprozesses. Unter veränderten Lichtbedingungen tritt eine zusätzliche Farbebene hervor – als wäre unter der sichtbaren Haut eine zweite Schicht gespeichert.
Entstehungsgeschichte · dokumentierter Materialprozess
Vom flüssigen Experiment zum mineralischen Hautkörper
Begonnen am 3. August 2026 auf einer wenig saugenden Multimedia-Leinwand entwickelte sich das Werk in mehreren deutlich voneinander unterscheidbaren Phasen. Die geringe Saugfähigkeit hielt Flüssigkeit und Pigmente lange an der Oberfläche und verlängerte damit den eigentlichen Reaktions- und Trocknungsprozess.
Alkohollösung, Wasser, Silikonöl, Binder, Malmedien, Farben sowie Neon- und Metallicpigmente wurden miteinander in Bewegung gebracht.
Während Wasser und Alkohol langsam verschwanden, verschoben sich Pigmente und Binder. Silberne Schlieren, Adern und unterschiedliche Glanzzonen entstanden.
Marienglas, Regenbogenfluorit, Yellow Calcit sowie weitere Naturstein- und Mineralfragmente wurden in die sich verändernde Oberfläche integriert.
Silikonöl blieb über Tage mobil. In Verbindung mit unterschiedlichen Medien und experimenteller Hitzeeinwirkung entstanden Glanzzonen, Öffnungen und teilweise Durchbrüche im Bildträger.
Die entstandenen Bereiche wurden nicht unsichtbar restauriert. Leichtstrukturpaste, Acrylbinder, Malmedien, Pigmente und eine gemischte Naturstein-/Mineralfraktion bauten eine neue Sedimentschicht auf.
Krater, Poren, Vertiefungen, Reflexe und eingelagerte Steine verschmolzen mit älteren Reaktionsspuren zu einer stark reliefierten, organisch-mineralischen Oberfläche.
Neon- und Leuchtpigmente reagieren auf Schwarzlicht und Belichtung. Im Dunkeln bleiben einzelne blau-türkise und grünliche Zonen zeitweise sichtbar.
Die bildnerische Ausarbeitung ist weitgehend abgeschlossen. Vor Signatur und finaler Freigabe ruht das Werk, damit Binder, Strukturpasten und tiefere Materialschichten vollständig stabilisieren können.
Materialität · Technik · Oberfläche
Schicht für Schicht aufgebaut
Die Materialliste dokumentiert den Entstehungsprozess. Einzelne Naturstein- und Mineralfragmente aus einer gemischten Atelierfraktion werden bewusst nicht genauer mineralogisch bezeichnet, solange ihre Zuordnung nicht sicher ist.
Lichtwirkung · Tageslicht · Raumlicht · Nacht
Mehrere Erscheinungsformen in einem Original
Das Werk besitzt keinen einzigen festen optischen Zustand. Matte und glänzende Bereiche, metallische Reflexe, tief liegende Pigmente, Reliefkanten und Leuchtpigmente reagieren unterschiedlich auf Licht und Betrachtungswinkel.
Die Gesamtstruktur erscheint vergleichsweise ruhig; Grün-, Braun-, Rost-, Blau- und Grauzonen verbinden sich zu einer sedimentären Fläche.
Vertiefungen, Materialkanten, Glanzstellen und metallische Reflexe treten deutlich stärker hervor.
Neon- und UV-aktive Pigmentbereiche erscheinen wesentlich kräftiger und lösen sich optisch aus der erdigen Grundstruktur.
Nach Belichtung bleiben einzelne Leuchtpigmentzonen in dunkler Umgebung zeitweise blau-türkis bis grünlich sichtbar.
Video · Prozess · Lichtwechsel
Das Werk in Bewegung erleben
Das Hochformat-Video zeigt die Oberfläche im Wechsel von Blickwinkel und Licht. Gerade bei diesem Werk sind Relief, Glanz, Pigmenttiefe und die lichtaktiven Zonen in Bewegung wesentlich besser erfahrbar als in einer einzelnen Aufnahme.
Werkdaten · Herkunft · Dokumentation
Werkdaten & dokumentierte Originalität
Das Werk wird als handgefertigtes Original mit Werknummer, Entstehungskontext, Materialdokumentation, fotografischer Prozessdokumentation und abschließender Signatur geführt.
Sediment und Strukturatelier Köln
Beneath the Skin of Sediment
Startdatum 03.08.2026 · Original · Unikat
Materialbasierte abstrakte Kunst
CRAZY MULTIMEDIA Keilrahmen · wenig saugende Oberfläche
inklusive schwarz-silbernem Schattenfugenrahmen
Relief, Pigmentreaktion, Naturstein-/Mineraleinschlüsse und Leuchtpigmente
organisch-mineralische Materialhaut mit wechselnder Lichtwirkung
Ruhe- und Aushärtungsphase vor Signatur und finaler Freigabe
inklusive schwarz-silbernem Schattenfugenrahmen
FAQ · Werk · Ausfertigung
Häufige Fragen zum Werk
Ist das Werk bereits fertig?
Die bildnerische Ausarbeitung ist weitgehend abgeschlossen. Das Werk befindet sich aktuell in der finalen Ruhe- und Aushärtungsphase. Signatur und finale Freigabe erfolgen nach vollständiger Stabilisierung.
Kann das Werk bereits angefragt werden?
Ja. Das Original kann bereits angefragt beziehungsweise vorgemerkt werden. Übergabe oder Versand erfolgen erst nach der finalen Freigabe.
Warum verändert sich die Wirkung auf den Fotos?
Relief, unterschiedliche Glanzgrade, metallische Partien, Pigmenttiefe und Leuchtpigmente reagieren stark auf Tageslicht, Seitenlicht, Kunstlicht und Dunkelheit.
Sind alle verwendeten Steine bestimmt?
Nein. Einige eingearbeitete Fragmente stammen aus einer gemischten Atelierfraktion. Deshalb werden nicht sicher zuordenbare Stücke bewusst nur als Naturstein- und Mineralfragmente dokumentiert.
Ist der Rahmen Bestandteil des Werkes?
Ja. Das Werk wird im schwarz-silbernen Schattenfugenrahmen präsentiert. Das Gesamtmaß beträgt 54 × 54 cm.
Besitzt das Werk eine Nachtwirkung?
Ja. Nach Belichtung bleiben einzelne Leuchtpigmentzonen in dunkler Umgebung zeitweise sichtbar. Zusätzlich reagieren weitere Farbbereiche deutlich auf Schwarzlicht.
Anfrage · Original · 890 €
„Unter der Haut des Sediments“ vormerken
Das Werk befindet sich noch in finaler Ausfertigung. Eine Anfrage ist bereits möglich; die Übergabe erfolgt nach Aushärtung, abschließender Kontrolle, Signatur und finaler Dokumentation.

