Aktuelle Präsentationsansicht des noch entstehenden Originals. Das Werk befindet sich weiterhin im Trocknungs- und Aushärtungsprozess; Oberflächenwirkung und endgültige Rahmung können sich noch verändern.
Sedimentkörper · 2026
Das geheime Sediment unter der Erosion
MW-2026-07-31
Ein Sedimentkörper zwischen Küste, Erosion, Gestein und verborgener Energie. Türkis-blaue Tiefenzonen treffen auf rostige Erdschichten, mineralische Brüche und punktuelle Metallreflexe. Erst aus der Nähe öffnen sich die eingebetteten Steine, Kristallspuren und lichtaktiven Bereiche.
Werkgedanke
Was Erosion freilegt, bleibt nicht still.
Das Werk ist wie eine verdichtete Landschaft aufgebaut. Seine Oberfläche erinnert an Küstenzonen, ausgewaschene Gesteinsschichten und Ablagerungen, die über lange Zeit freigelegt, überlagert und wieder verschlossen wurden.
Dabei entsteht kein gemaltes Landschaftsbild im klassischen Sinn. Die Wirkung wächst aus dem Material selbst: aus rauen Sedimentfeldern, eingebetteten Rohsteinen, Kohle, metallischen Fragmenten, kristallinen Reaktionsspuren und den Übergängen zwischen Türkis, Blau, Rost, Erde und Gold.
Material & Aufbau
Gestein, Metall, Kohle und Reaktion.
Lichtwirkung
Zwischen Sediment und verborgener Energie.
Türkis-blaue und erdige Zonen lesen sich wie Wasser, Gestein und verwitterte Sedimente. Rohsteine und Relief bleiben klar körperlich sichtbar.
Gold, Bronze, Kupfer und mineralische Glanzstellen treten punktuell hervor. Reliefkanten werfen Schatten und verstärken die geologische Tiefe.
Lichtaktive Pigmente öffnen eine zweite Ebene: einzelne Zonen leuchten grün bis türkis und bilden eine verborgene Struktur unter der sichtbaren Erosion.
Entstehungsprozess
Schichten entstehen, reagieren und werden wieder freigelegt.
Sedimentgrund
Strukturgebende Materialien, Pigmente und Binder erzeugten einen rauen, erdigen Untergrund mit dunklen Grün-, Rost- und Sedimenttönen.
Fließ- und Reaktionsschichten
Weitere Binder, Wasser, Alkohol, Silikonöl und Pigmente verschoben die Oberfläche. Türkis-blaue Zonen entstanden wie Wasserläufe zwischen verdichteten Gesteinsfeldern.
Mineralische Einschlüsse
Marienglas, Fluorit, Calcit, Achat, Granat, Sodalit und weitere Steinfragmente wurden als sichtbare Bruch- und Inselstrukturen in den Sedimentkörper eingebettet.
Metall, Kohle und Hitze
Kupfer, Aluminium, Eisenspäne, Rebenkohle, Kiefernnadeln, Schlagmetall und punktuelle Hitzeeinwirkung verstärkten Verwitterung, Glanz, Porosität und Kraterwirkung.
Trocknung und Aushärtung
Das Werk ruht derzeit. Tiefer liegende Binder- und Reaktionsschichten härten weiter aus; dadurch können Transparenz, Farbtiefe, Kristallspuren und Glanzstellen noch leicht nacharbeiten.
Aktueller Stand
Noch nicht abgeschlossen – bewusst sichtbar.
Die Komposition ist inzwischen deutlich verdichtet: Türkis und Blau bilden zusammenhängende Tiefenräume, während Rost-, Braun- und Goldzonen wie freigelegte Gesteinsschichten darüberliegen. Eingelassene Natursteine durchbrechen die Fläche und bilden kleine Inseln, Kanten und Fundamente.
Besonders wichtig bleibt die weitere Trocknung. Erst wenn die tieferen Schichten vollständig ausgehärtet sind, wird entschieden, welche Partien lediglich fixiert, welche Steine noch vorsichtig freigelegt oder poliert und wie die endgültige Rahmung abgeschlossen wird.
Das Original kann bereits unverbindlich vorgemerkt werden. Preis, endgültige Rahmung und Freigabe für Übergabe oder Versand werden erst nach vollständiger Trocknung, Aushärtung und Schlusskontrolle festgelegt.

